Auf der Marke des Satzes „Estnische Fauna“ des Jahre 2014 (30.05.2014) ist der gewöhnliche Igel (Erinaceus europaeus) abgebildet. In der Dämmerung und nachts aktive Igel fressen hauptsächlich Insekten, aber auch solche Frösche, Schlangen und Mäuse, die sie überwältigen können, weniger Beeren und Obst. Dazu dient ihnen der Geruchssinn. Für ihren Lebensraum bevorzugen sie Laub- und Mischwälder, auch Parke, Gärten und alte Bauernhäuser. Aus den Rückenhaaren des Igels wurden Stacheln, die einen wirksamen Schutz gegen Feinde bilden. Wegen seiner Eigenartigkeit erscheint er oft in Volkserzählungen und Epen.
Der gewöhnliche Igel lebt in West- und Nordeuropa, u.a. auf den Britischen Inseln, in Fennoskandinavien, Estland, Lettland und Nordwestrussland, in Estland überall; dank menschlicher Hilfe auch auf kleineren Inseln.
In Estland gibt es zwei Igelarten. Vom Ost-oder Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus), der nur in Sudestland anzutreffen ist, unterscheidet sich der gewöhnliche Igel nur durch einen gleichmäßig grauen Bauch, während beim Ost-oder Weißbrustigel die Kehle unten und manchmal auch der Bauch weiß sind.

Die Marke zeigt den Igel beim Jagen nach einem Regenwurm. Beim Fressen hört man ihn dann "schmatzen".

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Der Ersttagsstempel zeigt den Igel von der Bauchseite wenn er sich bei Gefahr zusammenrollt.

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FDC und Maxicard

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Quelle: Estland Post und Estland Forum

 

Am 23.02.2017 gab die estnische Post eine Marke mit dem "Nationalfisch" dem Baltischen Hering (Clupea harengus membras) heraus.

Der Baltische Hering (Clupea harengus membras) ist eine Unterart des Atlantischen Herings, der in der Ostsee lebt. Es ist meist etwa 20 cm lang mit einem silbrigen Glanz und einem dunklen, bläulich-grünen Rücken, der sich den unterschiedlichen Salzgehalten in der Ostsee angepasst hat und daher fast überall zu finden ist. Die baltischen Heringe bilden Schwärme, während die Schwärme der Jungfische sich in höheren Wasserschichten aufhalten konzentrieren sich die älteren in tieferen Schichten. Im Winter fressen die Ostseeheringe überhaupt nichts und halten sich in langsam bewegenden Schwärmen  in der Tiefe von einigen zehn Metern  in Bodennähe auf. Vom frühen Frühling bis zum Spätherbst gibt es nachts Ausflüge in die oberen Wasserschichten und am Morgen gehts zurück in die Tiefe, denn der Baltische Hering mag keinen hellen Sonnenschein. Aber die obere Schicht ist wärmer und sauerstoffreicher und es gibt mehr Nahrung. Der baltische Hering ist seit Jahrhunderten einer der bedeutendsten Fische in der gesamten Ostsee und der Ernährer der Esten seit Jahrhunderten. Im Jahr 2007 wurde der Baltische Hering zum Nationalfisch erklärt.

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Der Sonderstempel zeigt den Hering und einen Angelhaken.

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Quelle: Estland Post

Am 12.03.2015 gab die Estnische Post eine Marke zum Schutz der Baltischen See heraus. Die Marke zeigt einen Seehund als Spitze der Nahrungskette bei dem sich die giftigen Substanzen ansammeln und einen Öltropfen der für die Verschmutzung der Meere steht.

Die Ostsee ist ein Binnenmeer des Atlantischen Ozeans und umgrenzt Estland vom Norden und Westen. Andere Ostseeländer sind Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland. Da es Industrieländer sind, fließt ins Meer viel Abfallwasser von Siedlungen und Werken. Ins Meer geraten viele in der Land- und Forst-wirtschaft angewandte Nähr-und Pflanzenschutzmittel, wodurch die Flora am Ufer und im Wasser zu wuchern begann. Für viele Organismen fällt es schwer sich an solches Wasser anzupassen, sie erkranken und gehen schließlich zugrunde In der letzten Zeit ist das “Blühen des Wassers” gestiegen. Hauptsächlich Fische fressende Robben sind dem Einfluss der in ihrem Organismus angehäuften Umweltgifte ausgesetzt und viele Weibchen haben ihre Zeugungsfähigkeit verloren. Eine große Gefahr ist auch die intensive Schifffahrt auf der Ostsee, deren Umfang 15 % der Schifffahrt auf Meeren in der Welt beträgt. Das allgemeine Wachstum der Schifffahrt und extreme gestiegener Rohöltransport bedingen größere Kollisionsgefahr von Tankern. In den letzten 20 Jahren haben in der Ostsee zehnfach Katastrophen stattgefunden, die Ölverunreinigungen verursacht hatten. Diese können am Ufer jahrzehntelang bleiben, Öl schwimmt auf dem Wasser, Vögel und Robben ersticken und ihre Überlebungsmöglichkeit wird wegen schwacher Bewegungsfähigkeit verringert. Ein zielsicherer Schutz ermöglicht jedoch die Ostsee relative rein und lebensfähig zu sichern, die Mannigfaltigkeit der Natur zu erhalten und die Qualität der Umwelt und der Gewässer wiederherzustellen.

 

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FDC und Maxicard

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Quelle: Estland Post

Am 25.08.2015 gab die Estnische Post in der Reihe Estnische Fauna eine Marke mit der Abbildung eines Otters heraus.

Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein Mardertier mit einem schlanken Körper. Ein erwachsener Fischotter ist bis 90 cm, sein Schwanz 50 cm lang und kann bis 12 kg wiegen. Er hat einen bräunlichen, wasserdichten und sehr zähen Haarpelz. Wegen seinem kostbaren Pelz ist der Fischotter durch intensive Jagd in vielen Gegenden ausgestorben. In Estland war der Fischotter Mitte des 20. Jahrhunderts eine seltene Art, ihn gefährdeten vor allem die Zerstörung seines Lebensraumes, Jagd und Umweltverschmutzung. In der letzten Zeit hat sich die Lage gebessert. Die Anzahl dieser Tiere ist gestiegen und man kann sie an den Binnenseeufern und am Meeresufer in der Nähe von Flussmündungen antreffen. Der Fischotter ist ein aktiv tätig ist. Er ernährt sich hauptsächlich von Tieren, die im Wasser und an Gewässerufern leben. Den größten Teil bilden Fische, aber auch Krebse, Frösche, kleine Säugetiere, Vögel, Molusken u.a. Die Jungen werden meistens im Mai-Juni geboren, aber die Geburt kann auch zu anderer Zeit stattfinden.

Die Marke zeigt einen Otter mit einem gefangenen Fisch, wahrscheinlich einer Forelle, und somit würde die Marke auch gut in eine Fischsammlung passen.

 

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Saarmas ist die estnische Bezeichnung für Fischotter, diesen Namen findet man auch in dem dazugehörigen Ersttagsstempel.

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Neben dem FDC wurde auch eine Maxicard herausgegeben.

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Quelle: Estland Post und Estland Forum

 

Auf der nächsten Marke (25.08.2016) des Satzes “Estnische Fauna“ ist die Waldbirkenmaus (Sicista betulina Pallas, 1779) abgebildet. Die Waldbirkenmaus ist ein Nagetier der Familie Springtiere der Gröβe einer kleinen Maus. Ihre typische Kennzeichen sind ein schwarzer Streifen auf dem Rücken und ein Schwanz, der länger als der Körper ist. Die Waldbirkenmaus frisst sowohl Pflanzenfrüchte, wie auch Insekten und Schmetterlingsraupen. Ihr Winterschlaf dauert von September bis Mai. Im Frühling, aufwachend wiegen die Tier kaum 8 Gramm, jedoch bis zum Herbst haben sie viel Speck angeschafft und dann ca 15 Gramm. Sie vermehren sich einmal im Jahr, die Brut besteht meistens aus 4-6 Nachkommen. Als Lebensort bevorzugen die Waldbirkenmäuse Gebiete mit dichten und hohen Pflanzen, sowohl in Wäldern und Wiesen, wie auch in der Gegend von alten Bauerhöfen. Oft klettern sie auf höhere Pflanzen und Büsche. Die Waldbirkenmaus kann man in Waldlandschaften in Norwegen, Dänemark und Österreich bis zu den Seen im Baikal treffen, jedoch überall selten, in Estland nur auf dem Festland.
Als seltene und erforschte Art ist die Waldbirkenmaus in die Ergänzung V der Naturdirektive der Europäischen Union und in Estland in die Liste der geschützten Arten (III Kategorie) eingetragen.

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Der Ersttagsstempel zeigt auch die Waldbirkenmaus. FDC  und Maximumkarte

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Quelle: Estland Post und Estland Forum

   
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